Arbeitsbereich für #HomeOffice und #HomeSchooling

Das Jahr beginnt mit verschärften Bedingungen. Damit meine ich nicht nur die Regeln des Lock-Down und dem damit verbundenen HomeSchooling. Nein, ich meine allen voran unsere Situation als fünfköpfige Familie. Es ist hart, es erfordert Nerven aus Stahl und jede Menge Planung, aber auch ebenso viel Flexibilität.

Keine Zeit, keine Zeit

Zeit. Zeit, ist der entscheidende Faktor. Der Faktor, der uns Eltern an den Rand des Wahnsinns treibt. Und wir können nicht mehr Zeit herholen, als uns der Tag zur Verfügung stellt. Auch unabhängig vom Lock-Down, wussten wir, dass Veränderungen bevorstehen. Veränderungen, die es erfordern, dass wir unseren Zeitplan neu aufstellen. Neue Absprachen treffen. Im Zweifel von Tag zu Tag neu entscheiden.

Erste Veränderung: Meine Rückkehr aus der Kurzarbeit. Das neue Jahr beginnt für mich mit dem Wiedereinstieg nach der Kurzarbeit – und mit erhöhter Stundenzahl. Letzteres war von langer Hand geplant. Was nicht geplant war, waren Corona und das Leben. Geplant war, dass unser jüngstes Kind zu diesem Zeitpunkt in die Krippe geht. Aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte, haben wir die Krippe ausgesetzt. Über Corona brauchen wir gar nicht erst reden. Die Pandemie ist da und wir müssen versuchen damit klar zu kommen.

Die Herausforderung in Teilzeit mit einem Kleinkind zu arbeiten, ist nichts Neues für mich. Das mache ich seit Beginn der Elternzeit und komme gut zurecht. Das HomeSchooling war es und ist es, das meine sorgfältig zurechtgelegten Pläne mit einem lauten Bäm! in der Luft zerschossen hat. Arbeiten neben Kleinkind und Schulkind, das Unterstützung bei den Hausaufgaben und Lernmaterialien benötigt? Ein Balanceakt. Das wird was! Dachte ich – ganze drei Tage lang.

HomeSchooling: Mama ich bin schon groß

Bis K2 plötzlich beschlossen hat, dass alleine und nur anhand der tollen YouTube-Videos der Klassenlehrerin zu lernen viel cooler ist, als gemeinsam mit Mama und „nervigem“ K3. Deshalb wurde hier ratz fatz beschlossen, dass Mama nicht mehr gebraucht wird. Außer vielleicht, um die ein oder andere Frage zu beantworten, aber dafür waren ja K1 und der Papa auch noch da.

Zurück zum Ursprung. K3, das HomeOffice und ich. Es klappt. Unkonventionell. Gestückelt. Und manchmal auch mit Kleinkind, das gerne die anderen Teilnehmer:innen des Webmeetings unterhält. Aber es geht. Mein Mann und ich haben gemeinsam grobe Zeitfenster abgesprochen, in denen ich sicher arbeiten kann und er Kinder und Haushalt übernimmt.

Die Kinder, denn sie sind ja schon „groß“, arbeiten im Großen und Ganzen selbstständig und kümmern sich auch gerne mal um das jüngste Familienmitglied. Aber “schon groß” zu sein, ändert leider auch nichts daran, dass es viel ist. Dass das Arbeitspensum des HomeSchooling an manchen Tagen kaum zu bewältigen ist. Dass die Kinder wesentlich länger an ihren Schreibtischen sitzen und sich ohne Hilfestellung einer Lehrperson den Stoff erarbeiten müssen. Denn auch wenn mein Mann und ich helfen können, ist eben nicht dasselbe.

Es ist anstrengend. Für alle.
Wir haben es geschafft, die Zeit so aufzuteilen, dass jeder seine Aufgaben erledigen und den Kindern Hilfestellung geben kann.
Me-Time? Was ist das? Kurze Verschnaufpausen – Eltern kennen das – hat man noch nicht mal auf der Toilette.
Man hat sie im Bett. Wenn man schläft. Vielleicht.

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