Seit rund drei Jahren ist die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten ein Bestandteil meiner Arbeitswelt. In dieser Zeit habe ich eines ganz deutlich erlebt: Homeoffice ist nicht gleich Homeoffice. Es ist ein sehr allgemeiner Begriff mit vielen Facetten.

Es macht einen Unterschied, ob man beispielsweise als selbstständige Journalistin von zuhause aus arbeitet oder als festangestellte Mitarbeiterin diese Option von seinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt bekommt.

Ich kenne die Version des von zuhause aus Arbeitens mit sekundengenauer Arbeitszeiterfassung bei einem meiner vorherigen Arbeitgeber. Aber auch die auf Vertrauen basierende Version, die mir mein heutiger Chef ermöglicht: Flexible Vertrauensarbeitszeit,  keine Zeiterfassung. Freies Arbeiten ohne Angabe von Gründen und lediglich per Mail zeitnah erreichbar sein. Eine Kleinigkeit in der heutigen Zeit.

Im Homeoffice zu arbeiten, erleichtert mir als berufstätige zweifache Mutter einiges und deshalb freue ich mich, dass Andrea auf ihrem Blog “Homeoffice mit Kind” zur Challenge #Homeofficesichtbarmachen aufgerufen hat. In der ersten Woche geht es um die Frage:

 

Was finde ich so toll daran im Homeoffice zu arbeiten? Meine Top 3

 

 

  1. Zu krank für die KiTa, zu gesund für zuhause

    Wer kennt das nicht? Eins der Kinder ist krank und muss zuhause bleiben. Dass ich nicht arbeiten, wenn mein Kind krank ist, versteht sich von selbst. Dann gebe ich meinem Kindgenau das, was es braucht: viel Nähe, Kuscheln und Pflege. Aber es gibt auch diese Phasen, in denen sie zuhause sind weil sie a) noch ansteckend, aber ansonsten fit sind oder weil sie b) zwar fit sind, du sie aber mit dem Husten noch nicht wieder in die Einrichtung schicken willst oder weil c) an der  Kindergartentür ein Schild mit dem Hinweis “Wir haben einen Fall von Läusen” hängt. Wenn du kannst, drehst du in diesem Moment ganz schnell wieder um und läufst in die entgegengesetzte Richtung.

  2. Ein Paradies für Ruhe und Konzentration

    Es gibt Tage, da brauche ich meine Ruhe. Keine Anrufe. Keine Unterbrechungen weil ein Kollege mit Redebedarf am Schreibtisch steht. Nur Ruhe und Frieden. Das alles finde ich zuhause. Hier kann ich in meinem bequemen Sessel vor dem Schreibtisch sitzen und schreiben, planen und recherchieren.

  3. Dress for less

    … oder so ähnlich. In unserem Büro ist Business der vorherrschende Dresscode. Ich weiß, es gibt Menschen, die kleiden sich auch im Homeoffice wie im Büro. Aber ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich gebe zu, so ein Tag zuhause in Jogginghose und dicken Socken ziehe ich doch gerne mal einer Stoffhose, Pumps und Blazer vor. Zumal man in der Jogginghose auch viel besser im Schneidersitz sitzen kann 😉

 

Und zugegeben, die Möglichkeit an einem heißen Sommertag entspannt auf der Terrasse oder im kühlen Wohnzimmer zu arbeiten statt im heißen Büro in der Innenstadt, ist natürlich auch nicht zu verachten …

 

 

 

Was gefällt Euch  an der Arbeit im Homeoffice?

 

 

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6 thoughts on “Homeoffice – Mehr Flexibilität für berufstätige Mütter und Väter”

  1. Mit Jogginghose und Schlampersachen arbeitet es sich viel Bequemer und das Gesicht der Nachbarn ist unbezahlbar, wenn man Tagsüber so an der Türe steht und etwas entgegen nimmt. Dann meinen alle, man arbeitet nichts 😀

    1. Ja, das stimmmt 😀 Ich habe mal drei Monate fast ausschließlich von zuhause aus gearbeitet, da werden die Blicke dann anders „Oh, hat die etwa ihren Job verloren?“

  2. “Dress for less”. Gnihihi, so schön.
    Mich würde ja interessieren wie du das machst wenn dein Kind eben noch Zuhause aber fit ist. Kommst du dann zum Arbeiten?
    Liebe Grüße,

    Andre

    1. Bei K1 ist das überhaupt kein Problem. Er hört sich CDs an, spielt in seinem Zimmer oder schaut auch mal eine Runde auf Netflix. Bei K2 ist es tricky. Ich muss dann in den Wechselmodus zwischen mit ihr spielen und Eigenbeschäftigung. Wenn gar nichts mehr geht, mache ich die Bastelbox auf und lasse sie nach Herzenslust mit Wasserfarben malen, Glitzer verstreuen, …

      Liebe Grüße
      Sabrina

      1. Liebe Sabrina,

        schön auch, dass ich als Andre kommentiere… 😀
        Ok, bei Bastelbox und Glitzer bin ich raus. Ich glaube, das kann ich nicht. 😀 Aber vermutlich sind deine Kinder einfach auch älter. Und bis dahin habe ich ja noch etwas Zeit mir Langmut anzugewöhnen, was das mit den Wasserfarben und der Sauerei hinterher angeht. 😀

        Liebe Grüße,

        Andrea

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