Oder besser: Was ich gerne in ändern würde
Bis zu dieser Challenge #homeofficesichtbarmachen von Andrea war mir eigentlich gar nicht bewusst, dass es nötig ist, etwas zu ändern.  Vielleicht lag das aber auch an meiner Filterbubble, in der doch einige von zuhause aus arbeiten – sei es ausschließlich oder zum Teil. Doch die Frage “Was ich ändern würde”, hat mich nachdenklich gemacht.

Erklärungszuzgzwang eliminieren

Wer als Angestellter bei einem Unternehmen flexibel und damit auch von zuhause aus arbeiten kann, kennt ihn, den Zugzwang sich zu rechtfertigen. Erklären zu müssen, warum man die Arbeit, die man ja genauso gut im Büro erledigen kann, zuhause machen möchte. Ja, warum?

Manchmal ist der Grund einfach nur der, dass ich Lust dazu habe. Oder weil mich die Laune einzelner Kollegen nervt. Vielleicht auch weil ich meine Tage habe und im Büro nicht mit Kuscheldecke und Wärmflasche auf dem Bauch am Schreibtisch sitzen kann und will, zuhause aber schon.

Muss ich das jedem auf die Nase binden? Natürlich nicht. Stattdessen schiebt man einen Termin vor oder den Mann, der das Auto braucht oder auch, dass man an einem Projekt arbeitet für das viel Ruhe und Konzentration nötig ist.

Inzwischen habe ich damit aufgehört. Ich erkläre nicht mehr warum und weshalb. Ich sage Bescheid, wo ich wann zu erreichen bin und Schluss aus.

Unwissenheit schützt vor Dummheit nicht

Was möchte ich noch gerne ändern möchte? Die Vorurteile.
Homeoffice löst bei manchen Menschen Neid aus. „Warum darf die von zuhause aus arbeiten und ich muss ins Büro?“ – Nur so nebenbei, bei uns darf jeder im Homeoffice arbeiten. Das ändert die Einstellung aber leider auch nicht. Und wehe, man wählt den Montag oder Freitag als Homeoffice-Tag: „Schau mal an, da macht sich jemand ein verlängertes Wochenende“. Heiliger Bimbam, ja was glauben die denn, was ich tue? Mit Popcorn auf dem Sofa liegen und mir auf Netflix die nächste Staffel Suits reinziehen?

Was viele gar nicht sehen, ist, dass man im Homeoffice in der Regel mehr leistet als im Büro. Warum das so ist? Es klingelt kein Telefon, dass den Arbeitsfluss unterbricht. Es steht kein Kollege am Schreibtisch, der seinen Redebedarf stillen will. Keine Kollegin, die Unterstützung bei einem Projekt benötigt. Im Homeoffice ist konzentriertes und ungestörtes Durcharbeiten nahezu garantiert, wenn man den Paketboten mal außen vor lässt.

Wie reagieren Eure Kollegen, wenn Ihr die Möglichkeit nutzt im Homeoffice zu arbeiten?

 

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